Jury International 2021

Ingrid Bartsch

Fernsehzuschauer:innen kennen sie aus dem ARD Morgenmagazin. Seit den Anfängen 1992 bis Ende letzten Jahres war die studierte Germanistin sowie Film-, Fernseh- und Theaterwissenschaftlerin das Filmgesicht im MOMA. In dieser Zeit war die Filmkritikerin auf den internationalen Festivals unterwegs, von der Berlinale über Cannes bis Venedig, aber auch in Saarbrücken. Darüber hinaus war sie jahrelang in der Auswahlkommission des heutigen Filmfestival Cologne. Ihre Leidenschaft ist ungebrochen. Bis heute hat sich die Filmexpertin ihre Neugierde bewahrt und freut sich immer wieder aufs Neue, im Kino zu staunen, zu lachen und zu weinen.

Foto: © Jürgen Dahlhoff

Khatia Kurasbediani

Die Deutsch-Georgische Regisseurin und Drehbuchautorin hat ihre Leidenschaft fürs Filmemachen in Georgien entdeckt, wo sie bereits während ihres Journalistikstudiums Dokumentarfilme drehte. Nach ihrem Diplomabschluss 2008 ging sie nach Deutschland und studierte Filmregie an der Kunsthochschule in Kassel. 2018 bestand sie den Master of Fine Arts mit Auszeichnung und arbeitet seither als Regisseurin und Autorin. Beim letztjährigen Jurypreisträger der Filmzeitinternational, LAKE OF HAPPINESS, war sie 2019 als Regieassistentin dabei. 2020 hatte ihr Film ANGELS IN CRAZY TIMES nationale Premiere auf den 54. Internationalen Hofer Filmtagen. 

Hans Piesbergen

Seine Ausbildung am berühmten Max-Reinhard-Seminar in Wien absolvierte der Schauspieler mit Auszeichnung. Seitdem spielte er auf allen großen deutschsprachigen und internationalen Bühnen. Er gehörte u.a. zum Ensemble von LIPSYNCH, dem Theater-Epos des kanadischen Regisseurs Robert Lepage. Es gab Standing Ovations in aller Welt, von Neapel und Madrid über Moskau, Sydney und Melbourne bis nach New York, Quebec, Montreal, Toronto und Taipeh. Zuletzt wurde er 2019 für seine Rolle in dem Film WE ARE DANCERS des englischen Regisseurs Joe Morris auf dem Sydney Indie Filmfestival mit dem „Best Male Lead Award” ausgezeichnet.

Foto: © Nadja Klier

Jury Musikfilm 2021

Marie Reich

Die aus München stammende Filmemacherin wuchs in einer Filmfamilie auf und studierte an der HFF München. Sie arbeitet als Produzentin, Autorin – wie bei der Kästner Neuverfilmung von DAS DOPPELTE LOTTCHEN – sowie als Regisseurin, z. B. bei dem Spielfilm SUMMERTIME BLUES und der Dokumentation MEINE WELT IST DIE MUSIK – DER KOMPONIST CHRISTIAN BRUHN über einen der bekanntesten Schlagerkomponisten. Der Filmtitel steht auch für Marie Reichs zweite Leidenschaft: Sie ist Vorsitzende des Orchesters Filmfoniker und spielt dort Cello. Sie dreht künstlerische Videoclips für klassische Musiker, u.a. für den Shooting Star unter den Cellist:innen, Raphaela Gromes.

Nataliya Tkachenko

Die Pianistin, Klavierpädagogin und Musikwissenschaftlerin studierte in der Ukraine und später in Würzburg, wo sie seit vielen Jahren als Dozentin im Instrumentalfach Klavier an der Julius-Maximilians-Universität tätig ist. Neben Rundfunk- und Fernsehproduktionen (BR, TVA, UTV u.a.) ist sie international als Solistin, im Klavierduo und bei Konzertreihen unterwegs. Für das Theater in Kempten hat sie mehrere musikalische Märchen konzipiert und ist in „Nussknacker und Mäusekönig“, „Kleine Schusselhexe“ und „Peter und der Wolf“ zu hören. Für die neue Musikreihe des Theaters gestaltet sie drei musikalisch-literarische Soireen.

Douglas Wolfsperger

Bereits in der Schulzeit sammelte der Filmemacher und Autor erste Erfahrungen mit Super-8-Filmen. Nach Regiepraktikum und Mitarbeit an verschiedenen Hochschulproduktionen realisiert er seit 1985 eigene Spielfilme, unter anderem mit bekannten Schauspielgrößen wie Christiane Hörbiger, Barbara Auer, Axel Milberg oder Ulrich Noethen. Dazu kommen zahlreiche Dokumentarfilme für Film und Fernsehen, viele davon wurden international ausgezeichnet. Sein Kino-Dokumentarfilm SCALA ADIEU - VON WINDELN VERWEHT wurde bei den 52. Hofer Filmtagen 2018 uraufgeführt und erhielt bei den 40. Biberacher Filmfestspielen den Doku-Biber für den besten Dokumentarfilm.